Helfen OHNE Geld

Hier stellen wir Euch einige kleine, aber doch sehr tolle Hilfsaktionen vor

Einsatz für Straßenhunde in Delhi

Mithilfe in Thailand

Alice findet und rettet Katze

Privatprojekt von Sabine Auras

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„Wir schreien laut, hört uns“

Es ist heiß und stickig und wir liegen hier, aneinander geschmiegt, denn es ist einfach zu voll hier. Zu viele von uns, die warten.Wir haben uns nicht ausgesucht, hier zu sein. Wir haben uns nicht ausgesucht, auf dieser Welt zu leben.

Wir sind nun einmal hier und es liegt nicht an uns, dass wir diese Welt nicht mit anderen teilen dürfen. Viele Menschen wollen uns nicht, viele haben Angst vor uns, und viele behandeln uns schlecht.Wir kennen das kaum nicht anders.

Wir liegen hier buchstäblich in unseren eigenen Fäkalien, Blut liegt auf dem Boden, viele von uns sind sehr krank, haben ansteckende Krankheiten und haben Verletzungen und Schmerzen. Aber das ist den Menschen egal.
Wir sind einfach zu viele, die warten.Wir warten und warten und wissen eigentlich gar nicht worauf. Vielleicht auf ein Wunder?

Einige von uns werden hier nie wieder herauskommen. Viele von uns werden genau hier sterben. Niemand wird dies groß bemerken. Wir sterben leise.Manchmal geht die Tür auf und es kommen neue, sie werden einfach zu uns hineingeschmissen.
Es fangen dann manchmal Streitereien an. Manchmal gibt es auch Kämpfe, in denen wir uns verletzen und die Kleinen, die Alten und Schwachen kaum eine Chance haben.

Manchmal kommen auch die Menschen zu uns, sie schreien uns an und wir verstehen nicht, was sie von uns wollen und manchmal schlagen sie uns mit den Stöcken.Wir können das ertragen. Und obwohl es schmerzt, tut es nicht weh.Es schmerzt nur seelisch unermesslich.Manchmal geht die Tür auf und es wird etwas zu Fressen hineingeworfen. Wenige von uns werden satt, viele von uns nicht. Aber nur manchmal.Meistens sind die Näpfe leer und noch nicht einmal Wasser bringen sie uns.
Ob wir verhungern oder verdursten, das ist egal, Hauptsache wir sterben. Denn das ist das Ziel. Das Einzige.Viele von uns vegetieren vor sich hin. Wir warten weiter.

Einige von uns haben Welpen, vielen von ihnen sterbenskrank. Sie müssen sterben. Damit sie erlöst werden. Aber eine Mutter kann ihre Jungen nicht einfach umbringen. Das kann sie nicht. Und so werden viele elendig und langsam sterben.Oder es kommen Menschen und erschlagen die ganz kleinen und schwachen.
Vor all unseren Augen. Wir schauen zu. Wir schauen immer zu durch unsere hoffnungslosen leeren Augen. Wir weinen innerlich. Und schreien nach Außen.Dann geht in unterschiedlichen Abständen die Tür auf und es nähern sich andere Menschen und wir spüren, dass sie anders sind.

Die meisten von uns haben sich und die Hoffnung bereits aufgegeben, doch einige von uns haben noch die Kraft, auf sich aufmerksam zu machen.
Einige von uns, die wir hier drin sind, werden in unterschiedlichen Abständen abgeholt. Wir vermuten, dass die Menschen, die dies tun, gute Menschen sind und uns helfen wollen.

Wir sehen in ihren Augen das Gefühl der Ohnmacht, der Traurigkeit, des schlechten Gewissens, der Angst und manchmal sehen wir auch die Tränen, die diese Menschen weinen.Und sehr oft schauen wir in die Gesichter der guten Menschen und wir sagen ihnen dann entweder: „Nehmt uns mit“ und „Sagt der Welt dort draußen, was hier passiert.“
Denn dies ist kein Leben. Dies ist unsere Hölle.

Wir wissen, sie würden uns am liebsten alle mitnehmen. Wir sehen sehr viel.Ja, sie sind gekommen, um uns zu retten.
Viele von uns haben gewartet.

Wenige von uns wissen jetzt, warum sie gewartet haben.Wenige von uns werden weiterleben. Wenige.
(Samuel Schäfer)

Danke, dass Ihr nicht wegschaut ❤️

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