WIR VOR ORT (FP10)

Endlich besuchen wir auch das Projekt auf Mauritius – All Life Matters vom Förderverein Mauritius e.V.

Der erste Tag und schon mitten Drin im Geschehen, aber auch Zeit um, das Projekt All Life Matters, deren Farm und Tierklinik, aber vor allem auch die wahnsinns Arbeit kennen zu lernen und mit zu erleben. Aber der Reihe nach:

Lorena und Ihr Mann Keyur luden uns am Vorabend der Besichtigung des Shelters erst einmal zum Essen im Kreise der Familie ein, wo wir uns sehr ausführlich zur Geschichte von All Life Matters und den persönlichen Weg von Lorena und Ihrem Mann zu diesem Tierschutzprojekt austauschten. Die Gründerin von All Life Matters und auch Pächterin der Farm Barbara Meurer und Lorena lernten sich bereits bei einer anderen Tierschutzorga auf Mauritius kennen und schließlich schätzen. Barbaras Herzblut hing schon zu diesen Zeiten neben Ihrem Engagement für alle Tiere ganz besonders am Schicksal der Rennpferde. Diese brachten Ihren Besitzern viel Geld ein, aber, wenn Ihre Leistung nach ein bis zwei Jahren den Ansprüchen Ihrer Besitzer nicht mehr genügten, wartete in aller Regel nur noch der Tot auf sie und das in einem für Pferde noch jungen Alter von 4-6 Jahren. Dieser Pferde nahm sich Barbara an. Schnell stand das Platzproblem im Vordergrund und so pachtete die Gründerin von All Life Matters die heutige Farm. Ein Glücksfall für alle jetzt hier lebende Tiere. Lorena war schließlich dem Ruf von Barbara gefolgt und leitet nun das heutige Schelter und ist, wie Ihr noch sehen werdet, überall, wo menpower gefordert ist, im unermüdlichen Einsatz: In der Klinik, im Shelter, auf der Farm, auf der Straße und im Backoffice. Hätten wir es nicht miterlebt, würden wir es kaum glauben. Ihren Traum, selbst Tierärztin zu werden, gab Sie für dieses Mammutprojekt auf. Des Schicksals Fügung führte sie jedoch mit Ihrem Mann zusammen, der als Tierarzt im Rahmen eines einjährigen Massenkastrationsprogrammes von Indien nach Mauritius kam. So kreuzten sich ihre Lebenswege und wurde zu einem, den sie fortan gemeinsam beschreiten. In einem Wohnwagen begann dann der Aufbau einer Tierklinik, die heute als fester Bestandteil der Farm nicht mehr wegzudenken ist. Zum Einen sichert die Klinik Einkommen und einen Teil der Grundversorgung der hier lebenden Tiere, zum anderen kann auch so die tierärztliche Versorgung so mancher Straßenhunde und vor allem das für nachhaltigen Tierschutz unentbehrliche Kastrieren der Streuner sicher gestellt werden.

Aber nun endlich zu den Erlebnissen unseres Besuches:

Tag 1: Zunächst bleibt etwas Zeit für eine kleine Führung. Ausschnitte davon hier in kleinen Videos und Bildern. Im Anschluss könnt ihr von unseren Erlebnissen in der Klinik und auf der Straße lesen oder Euch in Bild und Videomaterial ansehen.

Leider ist der Internetzugang mehr als bescheiden. Habt also bitte etwas Geduld. Der Reisebericht folgt nach unserer Rückkehr.