Wir vor Ort (FP 7)

Reisebericht zu zum Besuch des Projektes Angels without wings e.V. Oktober 2018

Unser Verein arbeitet mit Projektpaten zusammen, die sozusagen die Kommunikationsschnittstelle zwischen unserem Verein und den Projekten sind. Das Projekt Angels without wings e.V. wurde uns bereits im letzten von der Lufthansa Kollegin Verena Brandstätter- Schreiber vorgestellt. Damals befand sich das Projekt noch in der Vereinsplanung. Denn wie wir ja alle wissen, kann unser Verein nur andere gemeinnützig anerkannte Vereine unterstützen. Unsere Projektpaten berichten uns immer wieder mit Bildern und Videos, was es Neues oder Aktuelles aus ihren Projekten gibt und somit waren wir ja schon bestens informiert, um was es bei diesem Projekt vordergründig geht.

Verena hatte sich im Vorfeld schon sehr um meine Reiseplanung gekümmert (Hotel, Fahrtenmöglichkeiten und natürlich Programm) und somit bin ich dann am 06.10.2018 in Rumänien angekommen. Dort wurde ich von Antoneta persönlich abgeholt. Sie ist die Verantwortliche des Projekts- und zwar die Verantwortliche des Projekts auf „rumänischer Seite“. Ich habe bei diesem Besuch endlich begriffen, um was es genau geht. Das Projekt Angels without wings gibt es bereits länger, und hier geht es um die Rettung der Straßenhunde in Rumänien/Bukarest. Und Verena hat den deutschen Verein gegründet, damit es leichter ist und vor allem unbürokratischer ist, Tiere zu vermitteln und für sie ein besseres und sicheres Zuhause zu finden.

Antoneta ist also die Vereinsvorsitzende des „rumänischen Vereins“ und die Tierschützerin vor Ort, die mit einigen wenigen anderen guten Menschen und Tierärzten, Tierleid auf den Straßen Rumäniens lindern will. Das machen sie alle mit Herzblut.

Viele haben von Rumänien Vorurteile oder auch falsche Vorstellungen, dennoch muss gesagt werden, dass selbst gerettete Hunde keineswegs sicher sind. Es gibt sogenannte „Public Shelter“, in denen sie dann kommen, eingepfercht, ohne die nötige wichtige medizinische Versorgung und wenn sie nicht in ca. 2 Wochen dort herauskommen, werden sie getötet. Grausam und völlig egal, wie alt und gesund sie sind.

Antoneta arbeitet mit ihrem Team und den Tierärzten zusammen und hat auch einige Hunde aus diesen „Public Sheltern“ heraus gerettet, aber die meisten Hunde haben sie schlichtweg von der Straße gerettet. Eigentlich hat sie großes Glück gehabt, dass die beiden Tierärzte so engagiert sind, denn mit ihnen zusammen wird derzeitig ein neues Tierheim aufgebaut, aber dazu später mehr.

Der erste Eindruck im derzeitigen Tierheim war: laut, etwas trist und viele, unglaublich viele Hunde. Ich bin mit Antoneta und am zweiten Tag noch mit Rodica (ebenfalls im festen Team von Angels without wings) ins Tierheim gegangen und bin einfach mitgelaufen. Verena hatte mir schon im Vorfeld gesagt, dass ich da gar nicht „arbeiten müsse“, denn dafür gibt’s dort die Angestellten. Nein, ich würde einfach mitgehen, in die einzelnen Zwinger und den Hunden ein wenig „Liebe“ schenken, hier ein Leckerlie, da eine Streicheleinheit.

Insgesamt kümmert sich der Verein Angels without wings e.V. zurzeit um ca. 63 Hunde. Es leben meist 2 oder auch 3 Hunde in einem kleinen Zwinger. Viele sind sehr verängstigt, müssen viel Schlimmes erlebt haben. Ich war darüber teilweise ziemlich erschrocken und auch sehr traurig. Natürlich gab es auch aufgeweckte und „lebensfrohe“ Hunde, für die unser Besuch ein absoluter Höhepunkt am Tag war. Sie haben ja sonst nicht viel, es wird ihnen regemäßig Futter gebracht, sie haben frisches Wasser und sie leben vor allem in Sicherheit. Müssen nie wieder Schläge erleiden, keine Angst mehr vor Autos haben und wenn es ihnen nicht gut geht, wird sich tierärztlich um sie gekümmert. Die Hunde, von denen das Team sich sicher ist, dass sie gut vermittelbar sind, werden immer wieder in den sozialen Medien gepostet und es wird nie die Hoffnung aufgegeben, dass sie nicht doch noch ein schönes neues Zuhause finden. Dieses werden sie allerdings meistens nicht in Rumänien selbst finden, dazu geht es den Menschen meist selbst nicht gut genug und die Liebe zu Tieren ist dort wirklich nicht so groß verbreitet. Daher finden die Hunde von Verena & Co oft ein Zuhause in Deutschland bzw. in Europa. Für jeden Hund, den sie vermitteln können, haben sie wieder Platz für einen neuen Hund, der dann erst einmal ins Tierheim kommt. Natürlich sind hier alle Tiere kastriert, das A und O im Tierschutz.

Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass das zu oft gehörte Argument „warum bringt Ihr so viele Hunde nach Deutschland, die Tierheime in Deutschland sind schon voll“ für mich absolut nicht gilt. Nein es darf nicht gelten, es ist nicht wahr. Wenn die Tiere aus Rumänien nicht gerettet werden oder und das wäre der zukünftige Idealfall, mehr und bessere Aufklärungsarbeit innerhalb der Bevölkerung stattfinden würde, dann würden sie zum momentanen Zeitpunkt einfach getötet werden. Und das kann keiner gutheißen, der Tiere liebt.

Es gab mehrere wirklich sehr emotionale und auch traurige Momente im Tierheim, einige Tiere waren dermaßen verängstigt, dass sie noch nicht einmal ein Leckerlie aus der Hand nehmen wollten, sich sofort duckten, wenn man ihnen zu nah kam. Das hat mir fast das Herz gebrochen. Es wird Jahre brauchen, bis sie wieder Vertrauen, wenn überhaupt, zu den Menschen aufbauen können. Aber wenigstens sind sie im Tierheim in Sicherheit.

Oben habe ich schon angerissen, dass das Team zurzeit ein neues Tierheim aufbaut. Am 2. Tag sind wir zu dem Grundstück außerhalb von Bukarest gefahren, wo es entstehen soll. Dort steht bereits ein neuer Teil eines von anderen Sponsoren aus England finanziertes Tierheim. Sehr schön angelegt, weitaus größere Zwinger, und viel grüner, und mehr Schatten und mehr Schutz im Winter aber auch im Sommer vor der Hitze.

Es wurden mir die Pläne gezeigt und ich war fasziniert von der Planung. Es wird so geplant werden, dass im Winter Schneefahrzeuge durchfahren können, es wird eine Krankenstation geben, ein Empfangsbereich mit Apotheke, eine integrierte Klinik mit OP und allem und einer dringend benötigten Quarantänestation und: Es wird ein Auslauf geben. Da können dann die Hunde (mit einem Hundetrainer) ein wenig spielen und rennen und vor allem werden sie dann auch leichter zu vermitteln sein. Sie dürfen dann ein wenig mehr „Hund sein“, ein wenig mehr den Hauch von Freiheit in Sicherheit erleben.

Wann das neue Tierheim fertig ist und wann die Hunde umziehen können, hängt davon ab, wie die Spendenbereitschaft sein wird. Mir persönlich ist bei dem Besuch die ganze Dimension bewusst geworden. Airliner4Animals e.V. unterstützt hier in Rumänien konkret 63 Hunde, beteiligt sich an Futterkosten und Kosten für Medizin. Darauf können wir sehr stolz sein und müssen alles tun, damit wir weitere Unterstützer finden, denn mit jedem neuen Mitglied, jeder neuen Spende wächst auch der Betrag für jedes unserer Förderprojekte also auch für dieses Projekt.

Antoneta, Rodica, die Tierärzte und natürlich das deutsche Team um Verena machen hier erstklassig Tierschutzarbeit und wir müssen hier einfach weiter unterstützen. Sie haben es verdient.

Ok, Airliner4Animals e.V. im Shelter von unserem Förderprojekt Angels Without Wings e.V. – wir helfen Tieren in OTP, Bukarest angekommen… Was soll ich sagen.. Lauter tolle Hunde. Und tolle Menschen. Heute erst mal nen ersten Eindruck verschafft, ganz viele Informationen erhalten.

Mehr dazu aber dann weiter unten… .. Diese Tiere leben in Sicherheit aber halt im Shelter. Für sie aber auch für mich war es heut eine sehr emotionale Erfahrung. Und alles war in heller Aufregung…

Dieses Projekt ist seit Februar 2018 Förderprojekt von uns und wird von Kollegin Verena Brandstätter-Schreiber betreut. 💕

Sie hat sich auch rührend im Vorfeld um meine Reiseplanung gekümmert. Vielen Dank!

Dieser Hund muss unglaublich Schlimmes in seinem Leben erlebt haben. Es rührt mich zu Tränen. Seine Welt muss so schlimm gewesen sein, dass er so eine Angst vor mir hat.. Er ist nicht der einzige Hund hier im Shelter, der solche Ängste zeigt..
Rumänien, ein Land in der EU, wo Hunde und Katzen ganz andere Erfahrungen machen müssen. Hier im Shelter haben sie zwar bis auf ihren kleinen Zwinger nicht viel Platz, aber sie sind hier in Sicherheit. Die Tiere, die menschenbezogen sind, werden- wenn möglich – vermittelt, um Platz für neue verlassene Seelen zu schaffen.
Ich habe gelernt, dass dieses Shelter auch Hunde aus den „Public Sheltern“ gerettet hat. Aus Sheltern, wo sich nicht gut um sie gekümmert wird, wo man den Tieren Schlimmes antut und sie nach ca 2 Wochen tötet.
Die Tierschützer hier versuchen wenigstens, wenn Platz und Kapazität vorhanden sind, einige zu retten.
Es gibt aber zum Glück schon einige gerettete Hunde in der Geschichte von Angels Without Wings e.V. – wir helfen Tieren, einige Hunde leben irgendwo in Europa und haben eine Familie gefunden. Darum kümmert sich insbesondere unser Förderprojekt, nämlich dass vermittelbare Hunde ein Zuhause finden. Es arbeitet mit Pflegestellen, Vor- und Nachkontrollen etc und wir Airliner4Animals e.V. unterstützen mit unserem Beitrag die ca 70 Hunde, die hier im Tierheim leben finanziell. Das ist eine schon beachtliche aber greifbare Abzahl. Unser Geld fließt in deren Futter oder Medikamente.

Ich habe seit gestern die Ehre, diese Engel kennenzulernen und bin abends im Hotelzimmer heulend eingeschlafen. Ich habe schon viele Projekte, die unser Verein unterstützt besucht, habe dieses Volontariat in Thailand gemacht (und mich in Egon verliebt und ihn zu uns nach Hause geholt), aber hier im Tierheim- das ist eine andere Hausnummer. Die Tiere hier leben zwar und es geht ihnen auch den Umständen entsprechend gut. Auf der Straße wären sie längst verendet, verletzt, verhungert und ermordet. Aber dennoch ergriff mich ein Gefühl von Beklemmung und Trauer.

Diesen Post habe ich gestern Abend geschrieben. Heute werden wir nochmals hinfahren, zu den Hunden. Wir werden einige in den Aussenbereich nehmen. Was diese Hunde dringend brauchen und verdienen ist mehr Auslauf. Der Verein Angels without wings e. V. befindet sich zur Zeit in der Planung und des Aufbaus eines neuen Shelters, welches wir heute besuchen werden. Hier soll eine Klinik integriert werden, mehr Auslauf für die Hunde, und eine Quarantänestation soll es geben. Immens wichtig!

Ich bin auf den heutigen Tag gespannt, ich werde von sehr netten und hilfsbereiten Menschen begleitet, die mir alles zeigen, mir alles erklären und die trotz des Leids, was sie schon so oft gesehen haben, dennoch das Lachen nicht verloren haben und vor allem, die Hoffnung nie verloren haben.

Der kurze aber sehr intensive Besuch des Projekts Angels Without Wings e.V. – wir helfen Tieren ist bereits vorbei.

Airliner4Animals e.V. hat noch eine Spende von 500 EURO mitgebracht. Darüber haben sich unsere Freunde aus Rumänien natürlich sehr gefreut, denn es sind noch Tierarztkosten offen.

Ich habe etwas Wesentliches gelernt: unser Verein unterstützt finanziell ca 63 von den Straßen gerettete Hunde, die teilweise wirklich tiefe seelische Wunden mit sich tragen. Aber es gibt auch viele, die zutraulich sind und vor allem auch vermittelbar sind. Genau darum kümmert sich unser Partner- Verein Angels without wings e. V.

Zur Zeit befinden sich die Tiere in einem Shelter, wo der Verein einige Zwinger angemietet hat und natürlich für alle Kosten aufkommen muss, die entstehen: Futter, Kastrationen, Kosten für Tierarzt und Medikamente. Allerdings werden die Fellnasen hoffentlich bald umziehen können in ein neues Shelter, welches zur Zeit mit viel Liebe und Herz und sehr guter Planung durch die Tierärzte und der Verantwortlichen Tierschützer aufgebaut wird. Dort wird es größere Zwinger geben, eine Quarantänestation, die Klinik wird direkt im Sheltet integriert sein. Apotheke wird ebenfalls vorhanden sein und das Beste: ein Auslauf, damit die Hunde raus können und spielen können und sogar mit einem Trainer üben können, was natürlich ihrer Vermittlung zugute kommt.

Ich war beeindruckt von den Menschen hier, die es nicht leicht haben in einem Land, wo es Tiere noch viel schwerer haben. Beeindruckt von der Herzlichkeit und Freundlichkeit. Es gibt Hoffnung, dass es noch mehr so liebe Menschen dort gibt, die sich so liebevoll um Tiere kümmern.

Wir sind sehr froh und stolt, dass wir hier einen Verein unterstützen können, den unsere liebe Verena Brandstätter-Schreiber gegründet hat, damit vielen Hunden geholfen werden kann.

Umso deutlicher wurde mir wieder einmal, wie immens wichtig es für unseren Verein ist, neue Mitglieder zu gewinnen. Denn sie und natürlich unsere Spendern sichern uns und damit unseren Förderprojekten langfristige finanzielle Unterstützung zu😍

(Samuel Schäfer)

 

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Deutscher Tierschutzpreis 2018
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